Besonders im Winter und im heißesten Sommer, ist das Grundangeln auf Forelle sehr effektiv, da die Fische nun in Grundnähe stehen. Hierzu hat die Firma Exori in den letzten Jahren den so genannten Bodentaster erfunden. Ein Gewicht, welches vom System dem Tiroler-Hölzl ähnelt. Durch ein kleines Messinggewicht im Fuß des Bodentasters wird der Auftriebskörper am Grund gehalten. So ist garantiert, dass der Fisch frei Schnur abziehen kann. Die Montage ist relativ simpel: man zieht den Bodentaster auf die Schnur auf, es folgt noch eine Perle, die als Knotenschutz dient und zuletzt knotet man den Wirbel an.
Das Vorfach ist nicht so lang, wie die Vorfächer zum Schleppen mit Sbirolino. Es reicht ein ca. 100 cm langes Vorfach. Hierfürbietetsich ein Fluocarbonvorfach an, da dieses annähernd den gleichen Lichtbrechungswinkel hat, wie das Wasser.
Optimal für diese Angelei auf Forelle sind 10er bis 12er Haken. Als Köder dienen Paste, Bienenmade, Mehlwurm etc., denen man durch eine kleine Pilotkugel vor dem Haken Auftrieb verleiht. Die Auftriebshöhe des Köders kann man durch ein kleines ca. 0,4 Gramm schweres Schrotblei, welches man beliebig auf dem Vorfach anbringt (siehe Bild 1), selbst bestimmen.
Mir ist beim Einholen schon häufiger aufgefallen, dass sich die gesamte Montage (trotz Strecken des Vorfaches*) komplett verheddert. Dazu habe ich mir eine Art Anti-Tangle gebaut: ich habe von einem Q-Tip die Watte auf beiden Enden entfernt, mit der Heißklebepistole einen Wirbel mittig auf das Stäbchen geklebt. Ebenfalls auf dieses Stäbchen klebe ich so vieleStyropor-Kugeln, bis dass dieses Eigenbau-Anti-Tangle im Wasser schwebt.
In den Karabinerwirbel hängt man nun den Bodentaster ein. Man fädelt das Anti-Tangle normal auf die Hauptschnur und die Montage ist dieselbe, wiedie mit Bodentaster.
Die Bisserkennung erfolgt durch einen Affenkletterer, den man auch mit einem elektronischen Bissanzeiger kombinieren kann. Man spannt die Schnur und dann kann's losgehen.
Beißen die Forellen nicht auf den ruhig liegenden bzw. schwebenden Köder, kann man alternativ auch aktiv mit dem Bodentaster fischen: alle 15-30 Sekunden holt man die Monateg einen halben Meter ein.Spürt man einen Ruck in der Rutenspitze, gibt man sofortSchnur durch Öffnen des Schnurfangbügels frei, und schlägt an, sobald die Schnur sichtbar abzieht.
Mit dieser Methode werden Ihnen sicherlich auch bald solche schönen Winter-Forellen ins Netz gehen.
Ihr Jonas Siebertz
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