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Feedern, Angeln mit der Feederrute

Angeln mit der Feederrute und dem Futterkorb

 

Das Wort Feedern kommt von Füttern! Diese Angelmethode kommt ursprünglich aus England, da es dort viele kleine Flüsse gibt, wo es erschwert ist, bei Strömungen anzufüttern. Deshalb verwendet man bei Flüssen einen mit Blei beschwerten Futterkorb, der trotz starker Strömung fest auf dem Grund liegt. Das Anfüttern wird nur bei Friedfischen wie Barben, Karpfen u.s.w angewandt.

 

Das Angelgerät zum Feedern

 

Die Rute zum Feedern sollte eine spezielle Feederrute sein. Sie sind im Fachhandel erhältlich und müssen gar nicht so teuer sein. Es gibt schon preiswerte Modelle um die 30,00€. Da die Futterkörbe selbst schon über ein Eigengewicht verfügen muss die Feederrute ein Wurfgewicht von mind. 200g besitzen. Die Rute muss aber auch sensibel genug sein, einen Biss eines kleinen Friedfischs anzudeuten, da die Bisserkennung meißt über die Rutenspitze erfolgt. Die Rutenlänge sollte von 3,60m bis 4,50m betragen und 10 oder mehr Ringe haben. Besser geeignet sind Steckruten. Teleskopruten funktionieren natürlich auch.

 

Die Rolle zum Feederfischen sollte eine herkömmliche Stationärrolle sein, die wie beim Karpfenangeln auch etwas größer ausfallen darf. 100 Meter 0,35er monofile Angelschnur darf die Rolle schon aufnehmen. Geflochtene Schnur eignet sich ebenfalls zum Feederfischen.

 

Das Vorfach sollte eine geringere Tragkraft besitzen als die Hauptschnur. Wenn es Hänger gibt oder der Fisch reißt die Schnur, dann ist es das Vorfach und nicht die Hauptschnur und der Futterkorb kann gerettet werden. Es wird ein Vorfach mit einer Länge von ca. 50cm bevorzugt und sollte aus monofiler Schnur bestehen. Bei größeren Friedfischen sollte ein stärkeres Vorfach und etwas größere Haken gebunden werden.

 

Das Füttern und Angeln

 

Das Prinzip des Feederns  ist ja so einfach und gleichzeitig genial. Es befindet sich ein Futterkorb in einem Abstand von ca. 50cm zum Hakenköder, der mit Vorfuttermaterial befüllt ist und auf dem Grund liegt. Durch die Strömung werden Lockstoffe im Wasser verteilt, dem die Friedfische nicht wiederstehen können. Das Futter sollte einige Kriterien erfüllen: Es sollte gut und intensiv riechen und es muß so beschaffen sein, dass es dem Futterkorb entweichen kann. Es sollte nicht zu weich sein, dass es schon beim Auswurf aus dem Futterkorb fällt, aber auch nicht zu fest, damit es sich im Wasser gut entfalten kann. Bei der Futterherstellung sollte nur nach und nach Wasser hinzugefügt werden, damit man diese Eigenschaften erzielt. Es gibt natürlich auch schon fertige Futterköder und Anlockstoffe zu kaufen, z.B von der Firma Mosella. Alternativ oder selbst hergestelltes Futtermaterial macht meines Erachtens mehr Spaß und man erstellt sein Geheimrezept!

 

Der Auswurf mit dem Futterkorb

Beim Feederfischen sollte in regelmäßigen Abständen ausgeworfen werden. Ich empfehle bei einem Abstand von ca. 30min neu auszuwerfen und den Futterkorb bei jedem Auswurf neu zu befüllen. Damit wird erzielt, dass immer genügend Lockstoffe in der Umgebung des Hakens sind. Es sollte nicht zu heftig ausgeworfen werden, sondern den Futterkorb durch einen gleichmäßigen Schwung hinaus werfen. Man sollte auch versuchen, möglichst an die vorherige Stelle auszuwerfen, damit dort ein Futterschwerpunkt entsteht.

 

Die Rutenablage  sollte stabil sein. Optimal ist ein Dreibein und es sollte nicht mit mehr als 2 Angelruten gefischt werden. Die Angelruten werden dann so aufgerichtet, dass die Rutenspitze in Richtung Himmel zeigt. So wird dann von der feinen Rutenspitze ein Biss erkannt. Die Rutenspitze wird selbst bei kleinen Rotaugen in Schwingungen und Zittern geraten. Sollte dies der Fall sein, ist der richtige Zeitpunkt für den Anhieb. Der Anhieb sollte jedoch nicht zu heftig ausfallen.

 

Köderwahl beim Feederfischen ist die Made. Sie hält fest am Haken, auch bei weiteren Würfen. Sie wird auch meist von allen Friedfischarten genommen. Es ist darauf zu Achten, dass die Hakenspitze ein kleines Stück herausragt, damit beim Anhieb der Haken auch sitzt. Wer es auf Barben abgesehen hat, kann es auch mit Käse versuchen. Damit sind schon viele Barben überlistet worden.

 

Bei der Landung der Fische sollte ein Unterfangkescher verwendet werden. So können die Fische ohne größere Verletzungen sicher gelandet werden.

 

 

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