Fliegenfischen
Das Fliegenfischen ist wohl die edelste Form den Fischen nachzustellen. Nicht nur das beim Fliegenfischen besonderes Material erforderlich ist, auch ein wenig Übung gehört wohl dazu. Aber es ist, wenn man es ausprobiert, recht interessant und auch nicht so schwer wie man am Anfang glaubt. Viele glauben, dass mit der Fliegenrute nur der Forelle nachgestellt werden kann. Nein, es kann fast jeder Fisch damit beangelt werden.
Die Ausrüstung zum Fliegenfischen
Zum Flugangeln benötigt man eine Fliegenrute und eine Fliegenrolle. Fliegenruten sind sehr leicht, da man diese ja schließlich die ganze Zeit in der Hand hält und es wird auch noch permanent damit geworfen. Preiswerte Fliegenruten erhält man im Fachhandel schon für unter 100,00€. Das Wurfgewicht einer Fliegenrute wird in AFTMA-Klassen eingeteilt. Diese sind im Bereich von 2-15 erhältlich. Je höher die Zahl, desto härter die Rute. Allroundruten für unsere Breiten sind ungefähr die Klasse 6 mit der man Forellen, Döbel, Äschen, Weißfische wie Rotfedern, Brassen, Rapfen oder Barsch fangen kann. Die Fliegenrolle dient zur Aufnahme der Wurfschnur, die deutlich dicker ist als die bekannte monofile oder geflochtene Angelschnur. Die Wurfschnur ist immer 30m lang und der AFTMA-Klasse der Rute angepasst. Das heißt, dass mit einer 6er Rute auch mit einer 6er Schnur gefischt wird. An der Fliegenschnur angebrachtes Vorfach richtet sich dannach, ob an der Wasseroberfläche oder etwas tiefer gefischt werden soll. Demnach wird auch eine spezielle Trocken- oder Naßfliege angebracht.
Die Fliegenköder
Fliegen sind natürlich die Hauptköder, die bei der Flugangelei verwendet werden. Aber bei dieser Fangmethode werden auch Heuschreckenimitate, Insektenlarven (Nymphen), Fischimitate, Spinnen, Trocken- oder Naßfliegen verwendet. Aber selbst mit Schwimmbrot kann man sogar auf Karpfen angeln.
Das Werfen
Der Überkopfwurf kommt wohl am häufigsten zum Einsatz. Voraussetzung ist, dass der Fliegenfischer hinter sich genügend Platz hat. Die Fliegenschnur wird dabei über dem Kopf des Anglers vor- und zurückgeschwungen, bis genug Schnur vorhanden ist, um den Köder an die Stelle in das Wasser zu lassen wohin man den Köder haben wollte. Hierbei unterteilt sich der Wurf in 3 Phasen:
- Der Rückschwung: Die Fliegenschnur wird vom Wasser aufgehoben, indem man die Rute zurückschwingt. Die Rute sollte dazu eine senkrechte Stellung annehmen. Also nicht zu weit nach hinten werfen.
- Die Streckphase: Nun wird abgewartet, bis sich die Schnur nach hinten gestreckt hat. Das ist auch wichtig abzuwarten, nicht dass ein Peitscheneffeckt entsteht und dem Angler sein Köder ins Genick schlägt, oder sich die Fliege in des Anglers Ohr hackt.
- Der Vorschwung: Sobald die Fliegenschnur nach hinten gestreckt ist, wird die Rute wieder nach vorne beschleunigt. Dies wiederholt man einige male, bis die gewünschte Länge erreicht ist und gibt die Schnur nach vorne frei.
Der Rollenwurf kommt immer dann zum Einsatz, wenn der Angler hinter sich zu wenig Plaz hat um frei zu werfen. Dieser Wurf erfordert mehr Übung und ist nicht ganz einfach. Hierzu wird die Fliegenrute in etwa einer 11Uhr Position gehalten. Der Köder liegt vor einem im Wasser. Durch einen Schlag nach unten, in 9Uhr Position, soll sich der Köder wie mit einer Welle (Rolle) nach vorne bewegen.
Beim Fliegenfischen ist man ständig unterwegs wie beim Spinnfischen. Deshalb sollte man darauf achten, das nur wenig und leichtes Material mitgeführt wird. Watthosen sind ein fast unverzichtbares Utensil, genau wie der Wattkescher mit einem kürzerem Griff. Gut geeignet sind Westen mit vielen Taschen, ein Rucksack und diverse Fliegen.





























