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Zielfisch-Aal

Der Aal- ein heimlicher Schlängleraal

Eine Delikatesse, die von vielen sehr geschätzt wird. Durch sein Erscheinungsbild denkt man mehr an eine Schlange als an einen Fisch. Dadurch gibt es viele geheimnisvolle Erzählungen und Mythen über diesen Fisch. Sein fein ausgebildeter Geruchssinn, ist im Vergleich zu anderen Fischen enorm. Kleinste Konzentrationen von Aromen verteilt in großen Wassermengen kann er noch wahrnehmen. Der Aal ist im Jahr 2009 zum Fisch des Jahres gekürt, wohl weil er nur noch selten zu sehen ist. Dieser ist in den letzten Jahren fast ausgerottet worden. Seine Fortpflanzung, die lediglich in der Saragossosee stattfindet und durch eine lange Reise erschwert wird, macht die Vermehrung nicht leichter. Deshalb ist der Aal zur Zeit in vielen Europäischen Länder geschützt.

Wo wir den Schlängler finden

In Flüssen sollte man Ausschau nach Spundwänden halten. Das sind die absoluten Hotspots für den Aal! Sehr nah an den Stahlwänden hat man gute Chancen einen oder mehrere Aale zu überlisten. Uferregionen eines Flusses sind für den Aal immer interessant, vor allem an unterspülten Stellen. Auch überhängende Büsche oder Bäume versprechen in der Regel gute Fangchancen.

Die Ausrüstung für Aale

Da der Aal ein starker Kämpfer ist und auch kleinere Exemplare einen spannenden Drill liefern können, und um so mehr Hindernisse im Wasser zu finden sind, desto stärker sollte das Gerät ausfallen. Gemeint sind Ruten von 3-4m Länge und einem Wurfgewicht von 40-80g. Eine Stationärrolle mit 0,30-0,40mm starker monofiler Schnur und einer Schnurfassung von 150m 30er vervollständigt die Zusammenstellung. Bei der Grundangelei dient eine Laufbleimontage mit Freilaufrolle. An einem Haken der Größe 1-4 werden dann die Köder angebracht. Eine Vorfachlänge von 40-60cm und einer Stärke von 0,25-0,30mm reichen völlig.

Köderwahl

Bei der Köderwahl ist wohl der Wurm unumstritten, wenn es darum geht Aale zu fangen. Da der Aal ein Wurmbündel aus 2-4 großen Mistwürmern oder Tauwürmern schon aus weiter Entfernung wahrnehmen kann, ist es eine gute Wahl. Zur Unterstützung kann man noch einen Futterkorb verwenden, der mit einer Masse aus Fischbrei und Paniermehl gefüllt ist. Man kann auch Streifen aus Rinder- oder Hühnerleber als Köder verwenden. Wenn diese schön blutig sind, kann der Aal kaum davon lassen. Zu beachten ist, dass der Köder mit einer Ködernadel aufgespießt wird und die Hakenspitze frei bleibt. Weiter eignen sich Köderfische wie Lauben oder Rotaugen. Die Montage ist dann im Grunde, wie auch bei der Zanderfangmethode geschildert, anzuwenden.

Die Fangzeit

Aale sind wohl auch vereinzelt tagsüber zu überlisten, dies sind wohl eher Ausnahmen. Die besten Chancen sind in der Abenddämmerung, besonders in warmen, schwülen Sommernächten. Besonders nach einem Gewitter sind Aale sehr aktiv. Im Fluss lässt angetrübtes Wasser die Chancen auf einen guten Fang nochmals steigern.

Drill und Landung

Macht sich beim Angeln auf Aal ein Biss bemerkbar, sollte der Anhieb so schnell wie möglich erfolgen. Sollte der Aal den Haken tiefer geschluckt haben, ist es unmöglich diesen wieder zu entfernen. Der Drill sollte zügig erfolgen um dem Aal nicht zu ermöglichen, dass er sich an Unterwasserpflanzen oder irgendwo auf dem Grund festsetzt. Sollte dies geschehen sein, legt man die Rute eine gewisse Zeit bei Seite und öffnet die Bremse. Sollte sich der Aal lösen geht der Drill weiter. Verwenden Sie einen nicht zu kleinen Kescher, da es schon durch die Dunkelheit schwierig wird den quirligen Aal zu landen. Auf Grund seiner sehr schleimigen und glitchigen Haut ist es fast unmöglich den Aal mit den bloßen Händen zu halten. Besser ist ein trockenes Handtuch mit einem festen Griff.

Das Töten eines Aales ist nicht ganz einfach. Im Fachhandel gibt es spezielle Aaltöter, die sich gut hierfür eignen. Mit einem kurzen Schlag wird die Wirbelsäule druchtrennt und der Aal sollte sofort ausgeweidet werden. Sollten Aale aufbewahrt werden, eignen sich besser Eimer mit verschließbarem Deckel. Sonst kann es schon mal passieren, dass sich ein gefangener Aal davon schleicht und in sein nasses Element zurückschlängelt.

 

 

 

 

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